SEO, Linkaufbau und Social Media Marketing
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Das neue Jahr ist noch recht frisch und trotzdem ist die hiesige SEO-Szene schon von einer Art Virus infiziert. Warnung: Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema “Brands”! Wer also jetzt schon davon genervt ist, der sollte nicht weiter lesen und sich schon auf das SEO-Unwort des Jahres 2011 freuen, denn das wird mit Sicherheit “Brands” sein.
Zugegeben: Die Sache mit den “Brands” wurde in den letzten 4 Wochen schon ausgiebig durchgeleiert. Den spektakulären Anfang machte Marcus, der das Thema wie üblich recht amüsant, aber dennoch gewohnt präzise anging. Ihm folgten einige, nennen wollen wir hier dazu aber nur das letzte Update der Kollegen von Ranking Check, schließlich soll nicht schon im zweiten Absatz der Nervfaktor zum Thema “Brands” auf 100% geschraubt werden. Das machen wir lieber schön selbst!
Butter bei die Fische: Lange Jahre hieß es, Keyword-Links waren das ultimative Mittel, um entsprechend gute Rankings zu bekommen. Nun hat man sich bei Google gedacht: “Hey, das ist ja alles Käse: Die Leute vertrauen guten und großen Marken. Deswegen sollten die großen und guten Marken auch davon profitieren, nicht nur im echten Leben, sondern auch im Netz, also in unseren Ergebnissen!”
Geboren war das “Brand-Update”. Folge: Hersteller von Druckern oder Waschmaschinen, die sich augenscheinlich noch nie oder nur wenig mit dem Thema SEO und Linktexte auseinandergesetzt hatten, standen plötzlich in den SERPs (eine gewisse Zeit) wie aus dem Nichts ganz oben oder zumindest in den Top 3 oder Top 5. Auf den ersten Blick irgendwie unschön. Auf den zweiten Blick übrigens auch. Doch warum?
Ein großer Brand ist nicht automatisch auch ein guter Anbieter von Websites. Wenn Google in die Richtung gehen will, die “Jauchegrube Internet” von subjektiv minderwertigen Websites (zum Beispiel aus dem Affiliate-Bereich) zu säubern, dann sollte man keine Doppelmoral anwenden und diese Vorgehensweise auch auf die Websites solcher Brands anwenden, die wirklich keine Hausaufgaben gemacht haben (und damit minderwertige Websites anbieten, die teilweise wirklich keinen Mehrwert für Kunden bieten).
Doch zurück zu den Linktexten. Wenn man sich bei Google mal was in den Kopf setzt, dann wird das in der Regel auch durchgesetzt. Im Bereich Search kann man das bei Google machen, weil man dort nach wie vor der unbestrittene Platzhirsch ist. Guckt man sich den Bereich Social Media an, dann sieht das anders aus, aber darauf wollen wir an dieser Stellen nicht weiter herumreiten. Der Suchmaschinenprimus musste 2010 in Sachen Social Media schon genug leiden
Die Linktexte sind nach wie vor entscheidend. Primär gilt das natürlich für den Link an sich. Der kann auch aus einem Bild bestehen – natürlich geht es um SICHTBARE Links. Alles andere zu beleuchten wäre unsinnig, weil man sich dann in einen grauen Bereich begibt. Doch nun zur Preisfrage: Wie muss ich meine Linktexte künftig aufbauen, um gute Rankings zu bekommen? Dafür gibt es vermutlich mehrere Szenarien, angefangen von “Ich mach so weiter wie bisher” bis hin zu “Keyword-Links sind mir jetzt egal”. Dazwischen: Eine ausgiebige Graustufe. Aber (und hier möchten wir zitieren), bedienen wir uns doch einfach des “gesunden Menschenverstands”…
Sollte Google wirklich mehr Wert auf die Brands legen und somit mittel- bis langfrisitig Keyword-Domains das Licht ausknipsen, dann müsste das auch die die entsprechenden Links gelten. Ergo: Niemand verlinkt mehr mit dem Keyword. Doch gibt es überhaupt für alles einen Brand? Klar, Internetauktionen sind mit eBay verknüpft, Social Media gehört Facebook, die Suche wird von Google dominiert und bei Krediten hat vielleicht EasyCredit immer die Nase vorn (diese Beispielreihe könnte man endlos fortsetzen). Aber was ist mit Eierkochern, Vogelfutter oder PC Gehäuse? Gibt es dafür wirklich immer DIE EINE Marke? Unwahrscheinlich.
Wahrscheinlicher ist, dass es für viele kleine und mittlere Nischen im WWW einfach keine echten Brands gibt. Insofern sind das (mit gesundem Menschenverstand betrachtet) solche Bereiche, in denen auch in Zukunft Links mit Keyword-Ankern wichtig sein werden. Und seien wir doch mal ehrlich: In einem Bereich Kredit ist es halt extrem schwer zu ranken – ob man nun einen Brand als “Gegner” hat oder nicht. Aber ist das eine neue Entwicklung?
Nein. In den schwer umkämpften Bereichen war es immer schon hart, nach oben zu kommen. Noch härter war und ist es übrigens, oben zu bleiben. Das wird beim Thema SEO immer gern vergessen. Oben zu bleiben, das erfordert natürlich auch die richtigen Linktexte. Wer in Zukunft auf das vermeintliche Brand-Update reagieren will, dem wird vermutlich nur eine Chance bleiben: Das Ziel muss sein, Linktexte noch weiter zu variieren und – und das ist dann wirklich neu – so oft wie möglich den Brand in den Linktext einzuschleusen. Am besten in Verbindung mit einem Keyword, denn nur so kann Google eine 100%ig eindeutige Verbindung zwischen Marke und Produkt herstellen, zumindest wäre das für Google einer der einfachsten Wege.
Linkbuilding als Teil der Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich also weiter. Welch Überraschung. Dass stringente und vor allem alte Rezepte nicht mehr funktionieren sollte klar sein. Dass in Zukunft gute Rankings aber nur noch möglich sein sollen, wenn man selbst ein Brand wird (oder sich zumindest in diese Richtung bewegt) das ist höchstwahrscheinlich überzogen und zu drastisch dargestellt.
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Tags » Brands, google, linktexte, update |
SEO
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Eigene Gedanken zum Thema?
«Welchen Linktext hätten’s denn gern?»
jetzt kommentieren:
6 Kommentare zu "Welchen Linktext hätten’s denn gern?"
11. Januar 2011
Entwickelt sich das Linkbuilding weiter oder eher zurück? In den grauen Zeiten des Internets hat ja noch kein Mensch Keywords in Anchor Texte gepackt, da gings dann doch eher “zu Siggis Homepage” oder das gute alte “Hier” und “Weiter”.
11. Januar 2011
Moin,
guter Artikel.
Darf ich einen Rechtschreibfehler anmerken?
Im drittletzten Absatz soll es bestimmt heißen, dass es dort KEINe echten Brand gibt
Sonst wäre es doch all zu verwirrend.
Sonst ist der Text super!
11. Januar 2011
“im WWW einfach eine echten Brands”? Da fehlt wohl ein k.
Ansonsten in dem Kontext Linktexte: Keyword-Penaltys durch Caffeine nicht vergessen.
11. Januar 2011
@Petra @Loewenherz: Ja, war natürlich ein Rechtschreibfehler. Danke für den Hinweis, wurde korrigiert
@Marcell: Guter Einwand! In der Tat stellt sich teilweise die Frage, ob es einen echten Fortschritt gibt. Die Idee, Linktexte mit Keywords auszustatten, ist sicher nicht 1996 geboren
Ein “Linktext-Hybrid”, also die Mischung aus Brand und Keyword (was dann Single Keywords quasi aussterben ließe), scheint eine Lösung zu sein. Dazu kommt dann noch die massige Variierung der Linktexte um die Penalties auf Keyword-Ebene zu vermeiden. Wobei sich auch wieder fragt: Kann man eine Keywords-Penalty zu einem Brand erzeugen? Dürfte an sich schwierig sein…
11. Januar 2011
Naja, ich finde auch, wie Brand X schon sagte, der normale User wird kaum Wert auf einen Keyword Link legen, bzw. der normale User verlinkt nun mal eher auf hier, klick, schau mal und vor allem auf den Namen. Und das alles wenn er über die Keywords schreibt. Und Google will doch eine natürliche Verlinkung bewerten.. soweit ich das verstanden habe.
Ich denke mal Google wird zukünftig noch viel mehr auf den Kontext eingehen. Also der User schreibt über Keywords und nennt dazu den Brand.
Das es auf DIE Marke hinausläuft glaube ich irgendwie nicht, das hieße doch irgendwie es gibt eine Monopolstellung zu jedem Keyword… neeee kann ich mir einfach nicht vorstellen.
12. Januar 2011
@Dennis: Stimmt, aber es stellt sich dann halt doch die Frage, wo genau da der Fortschritt bei Google sein soll. Im Prinzip ist eine solche Bewertungsweise doch eigentlich ein Schritt “Back to the Roots”. In dem Zusammenhang könnte es dann ja auch sein, dass Onpage wieder deutlich mehr an Bedeutung gewinnt, in Verbindung auch mit Design, etc. Es bleibt also wie immer spannend…