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StudiVZ schickt User in “Kurzurlaub”

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StudiVZ schickt User in KurzurlaubBeim sozialen Netzwerk StudiVZ scheint sich derzeit einiges zu tun. Nachdem VZ-Chef Clemens Riedle kürzlich in einem Interview verlauten ließ, dass man sich nicht länger als direkte Konkurrenz zu Facebook verstehe, scheint man diese neue Erkenntnis auch schon länger umgesetzt zu haben. Das aber vermutlich nicht im Sinne der Nutzer, denn wie wir von einem StudiVZ-Nutzer erfuhren, wird man als Nutzer der Plattform kurzerhand in den “Kurzurlaub” geschickt, wenn man zu aktiv ist.

Richtig gelesen: Wenn man “zu aktiv” ist. Im genannten Fall ging es um schätzungsweise 20 innerhalb des Netzwerks versendete Nachrichten, zusätzlich war der “Plauderkasten” aktiviert. Ein relativ geringes Mitteilungsbedürfnis sorgt also schon dafür, dass Nutzerprofile bei StudiVZ temporär zwangsdeaktiviert werden. Mit Verlaub: Usability und Nutzer- bzw. Kundenfreundlichkeit sehen anders aus. Ob man mit solchen Methoden dann in der Lage ist, als soziales Netzwerk weiter ernst genommen zu werden, ist durchaus fraglich.

Selbst wenn man sich selbst nicht mehr als Konkurrenz sieht: Der User vergleicht sehr wohl. Bei dem Erfolg, den Facebook 2010 in Deutschland verbuchen konnte, schauen auch geneigte Neunutzer genauer hin, ob es sich überhaupt noch lohnt, ein Profil bei einem anderen Netzwerk als Facebook zu haben. Mit der temporären Zwangsdeaktivierung von Userprofilen kommt man bei StudiVZ weiteren Expansionswünschen sicher nicht entgegen. Denn die Nichterreichbarkeit eines Profils in einem sozialen Netzwerk führt das Prinzip an sich nämlich doch eigentlich ad absurdum.

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4 Kommentare zu "StudiVZ schickt User in “Kurzurlaub”"

8. Dezember 2010

Christopher Kunz

Ich glaube (genau wie Ihr), daß keine zwei “General Purpose” Social Networks auf einem Markt existieren können.
Die einzige Überlebenschance, die *VZ m.E. noch hat, ist die klare Positionierung in einer Nische, die Facebook (noch) nicht vollständig abdeckt und dann die Erreichung einer kritischen Masse in dieser Lücke. Xing besteht ja in der Business-”Nische” auch noch recht gut gegen die ausländische Konkurrenz…

Vielleicht ist es Zeit, sich klar auf eine Zielgruppe zu kaprizieren (nur Schüler, nur Studenten, nur Arbeitslose, nur Wikileaks-Redakteure) und dabei auch zu bleiben…? Wird der Capitalist aber nicht gern sehen, weil die Nutzerzahlen runtergehen…

8. Dezember 2010

fiacyberz

Macht doch absolut Sinn um Spam vorzbeugen. Eine Meldung dass man warten muss zur nächsten Nachricht gibts doch schon seit Beginn und in eigentlich alle Foren und anderen Netzwerken auch.

Für mich ist Sutid (auch wenn ich es kaum nutze) immer noch klar im Vorteil gegenüber Facebook.. es sei denn die gucken sich noch mehr Apps und Gimmicks ab.

8. Dezember 2010

tameco

Das Vorbeugen gegen Spam kann man hier wirklich nicht als Grund anführen, denn: Die Zwangsdeaktivierung ist vom Zeitfaktor her scheinbar recht willkürlich. Von 2 Stunden bis 2 Tagen soll laut unseren Recherchen alles dabei sein. Wenn man sein Profil in einem Social Network 2 Tage nicht nutzen kann, dann macht das eigentlich für denjenigen, der sich in diesem Netzwerk wirklich bewegen und austauschen will, nicht wirklich Sinn, oder? Insofern ist der “Kurzurlaub” schon ein starkes Stück.

8. Dezember 2010

StudiVZ schickt User in “Kurzurlaub” | TAMECO Onlinemarketing

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