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So geht Linkbuilding

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Der folgende Artikel darf verlinkt werden!

Backlinks, also externe Verweise auf die eigene Website, sind im Internet noch immer die absolute Währung. Je mehr qualitativ gute Backlinks auf eine Website zeigen, desto besser wird sie im Ranking abschneiden. Ein Backlink gilt somit als Empfehlung. Und weil Empfehlungen auch leicht manipuliert werden können, geben sich Suchmaschinen wie Google größte Mühe, schlechte Backlinks zu identifizieren und entsprechende Ab- oder sogar Entwertungen vorzunehmen.

Was bedeutet das für das Thema Linkbuilding? Zunächst: viele Methoden von früher sind heute nicht mehr brauchbar, teilweise sogar schädlich. So sollte man zum Beispiel darauf verzichten, sich massenweise Backlinks von nur einer einzigen Website zu besorgen, sich nach dem Pagerank einer Website zu orientieren oder sogar auf die Backlinkdaten zu achten, die bei der “link:domain.de”-Abfrage unter Google ausgespuckt werden.

Heutzutage basiert gutes Linkbuilding auf zwei maßgeblichen Faktoren: Themenrelevanz und Vertrauen. Im Klartext bedeutet das zunächst, dass der Backlink von einer themenverwandten oder -gleichen Website kommen muss. Hier spielt wohlgemerkt das Thema der Seite, auf der der Backlink eingebaut wird eine Rolle. Und wenn von “Einbau” die Rede ist, dann bedeutet das, dass der Backlink im Content der Website liegt (nicht in der Navigation oder im Footer). Das Zauberwort lautet “In-Content-Link”!

Der Pagerank der linkgebenden Seite ist unwichtig. Wer noch immer auf den grünen Balken schielt, der ist nicht auf der Höhe der Zeit. Spätestens beim Gedanken an die normalen Internetnutzer muss jedem klar werden, dass der Pagerank keine Relevanz für einen guten Backlink haben kann, denn: der gewöhnliche Surfer sieht den Pagerank überhaupt nicht. Zumindest in 9 von 10 Fällen nicht. Nur unter beinharten Linkverkäufern mag der Pagerank noch einen Wert haben. Das aber auch höchstens aus Prestige-Zwecken oder um den Preis künstlich hochzujubeln.

Hat die linkgebende Website auch einen hohen Trustfaktor und genießt Vertrauen bei Google & Co., dann ist ein Großteil der Arbeit bereits sinnvoll erledigt worden. Deswegen muss man schauen: welche Websites verlinken auf die linkgebende Seite? Besteht irgendwo möglicherweise “Bad Neighbourhood”? Wie alt ist die linkgebende Seite? Besteht Grund zur Annahme, dass die Website in der Vergangenheit abgestraft wurde? All diese Dinge kann man nur mit Recherchen herausfinden. Nicht nur deswegen ist Linkbuilding eindeutig “Ausdauersport”. Gute Links findet man (fast nie) zufällig auf der Straße. Sie zu finden dauert oft sehr lang. Hat man gute Backlinks gefunden, wird sich das aber in jedem Fall lohnen.

In letzter Zeit hat die Bekanntgabe von Google, das die unbeliebten “Nofollow”-Links jetzt im Gegensatz zu früher den so genannten Linkjuice einer Website komplett vernichten und nicht nur umleiten, für Aufsehen gesorgt. Besonders das in der SEO-Szene beliebte Pagerank Sculpting mittels Nofollow-Links hat unter dieser neuen Erkenntnis stark gelitten. Für das Linkbuilding sind Nofollow-Links aber trotzdem nützlich, denn: das Nofollow-Attribut bewirkt nur, dass der Pagerank nicht weitergegeben wird. Nach aktuellen Erkenntnissen werden aber weder Relevanz noch Vertrauen der linkgebenden Seite blockiert. Also ist im Zweifel ein guter Nofollow-Link immer noch besser als ein schlechter Dofollow-Link. Insofern sollte man darauf achten, dass man beim Linkbuilding in regelmäßigen Abständen auch Nofollow-Links einfließen lässt, um die Natürlichkeit der Verlinkung möglichst glaubhaft zu simulieren.

Das gilt übrigens auch für die Texte, die bei den Backlinks verwendet werden. Oft wird hier nach wie vor der Fehler gemacht, immer und immer wieder den gleichen Linktext zu benutzen. Das ist nicht natürlich! Würde ein normaler Internetnutzer und kein SEO auf eine Website verlinken, dann wäre die Nutzung von Worten wie “Hier klicken” oder “Infos” wahrscheinlicher als immer nur das Keywords. Insofern ist es empfehlenswert, den Linktext (unter Berücksichtigung des Keywords) immer mal wieder zu variieren. Nur so kann man erreichen, dass das Linkbuilding nicht unnatürlich wirkt.

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19 Kommentare zu "So geht Linkbuilding"

2. Juli 2009

Roland Schupp

Schöne, kurze und knackige Zusammenfassung zu diesem “Evergreen” unter den SEO-Themen. OffPage-Optimierung ist halt immer noch die Kür nach der Pflicht (OnPage).

2. Juli 2009

so

Prinzipiell hast Du mit Deinen Ausführungen Recht, NUR welchen Link würdest Du nehmen, wenn alle Kriterien nahezu gleich wären (LP, externe Links, DP,…).
Den Link mit einem PR von 2 oder 4? ;)

2. Juli 2009

tameco

…wenn alle anderen Kriterien positiv und komplett identisch sind, und man gezwungen wäre, zu wählen, fiele die Wahl vermutlich auf den mit dem höheren PR. Das ist aber eine Überlegung die wirklich ganz zum Schluss kommt! Nach Möglichkeit sollte man in dem von dir geschilderten Fall übrigens BEIDE nehmen ;-)

2. Juli 2009

Christoph

Schöner Beitrag. Leider ist es teilweise immernoch so, dass Mitbewerber mit massig, innerhalb kürzester Zeit aufgebauten, minderqualitativen Links gut ranken. Da warte ich schon seit 6 Monaten auf Konsequenzen, aber Google zuckt sich leider nicht. Aber die Hoffnung bleibt :)

2. Juli 2009

so

Deine Wahl, beide zu nehmen, gefällt mir noch besser ;)

2. Juli 2009

Julian

“Hat die linkgebende Website auch einen hohen Trustfaktor und genießt Vertrauen bei Google & Co.”

Genau das zeigt doch auch der PageRank an. Ob ihn ein normaler Besucher sieht ist doch da gar kein Argument.

2. Juli 2009

tameco

…der Pagerank zeigt den Trust einer Seite nicht an. Da liegst du definitiv falsch!

3. Juli 2009

Katrin

Prima Artikel! :-) Besonders interessant fand ich den Teil mit dem Nofollow. Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Das lustige ist, schau mal wie viele Blogs, SB-Dienste, ArtikelVZ, Webkataloge und und und in letzter Zeit überstürzt und der allgemeinen Meinung nach auf Nofollow umgestellt haben. PR wird zwar nicht nach außen abgegeben, aber auch nach innen nicht geschützt. Und Spammer lassen sich definitiv auch nicht abwehren :-)

14. Juli 2009

Keyword entfernt

sehr schöner Artikel, gerade der Aspekt mit dem Nofollow.
Gibt es irgendeine Möglichkeit den Trustfaktor von Google rauszubekommen ?

mfg

Gutschein

15. Juli 2009

Enrico

Guter Artikel der das wesentliche kurz und knackig zusammenfasst. Schade das solche Inhalte meist nur von “Insidern” gelesen werden – viele Marketingverantwortliche sollten dieses Thema auch studieren um dann die richtige Entscheidung bei der Wahl des SEO zu treffen!

16. Juli 2009

Sasa

Gerade über seoFM gefunden.

Ich habe das an anderer Stelle schon geschrieben. Ich empfehle zwar immer noch den berühmten themenrelevaten Link und jeder andere Linkaufbauer sollte das auch. Wenn wir aber darüber reden, welcher Link besser funktioniert, dann ist es sicherlich der glaubwürdige Link. Ich vermute, dass du das auch mit „vertrauen“ meinst.

PS: Ich würde dich gerne bei den SEO-Experten aufnehmen, bezüglich Linkaufbau mit Pressearbeit. Mail mich mal an, wenn du Lust hast.

Viele Grüße
Sasa

21. Juli 2009

Paul aus Essen

Ein guter Artikel, einige Details sind mir auch neu gewesen wie bspw. der mit den DoFollow Links :)

20. Oktober 2009

Chris aus Nürnberg

Danke für die Einführung zum Thema Linkaufbau! Besonders die Hinweise zum unnatürlichen Linkbuilding fand ich sehr gut!

14. Februar 2010

Peter vom Bodensee

Sehr gut geschrieben!

Ich kann deine Erkenntniss mit den Trustpages bestätigen.
Der PR kann meiner Meinung nach durchaus für eine “Vorsortierung”
der Seiten herngezogen werden.

3. März 2010

Christian Bleiwetter

Also ich bin der Meinung, dass der Pagerank in Zukunft generell nicht mehr eine so grosse Rolel spielen wird, bin in Sachen “unnatürliches Linkbuilding” auch in etwa der Meinung, glaube, dass Google mittlerweile so viele referenzdaten hat, dass man einfach versuchen sollte, eine seriöse Seite ohne Blackhat-Tricks und alzu starkes Nachhelfen betreiben und aufbauen sollte. Denke, es gehen auch viele Gerüchte und sonderbare Meinungen im Netz herum, die teilweise eher Schaden anrichten, als einem weiterzuhelfen, ist zumindest meine Erfahrung bisher…

26. Mai 2010

Daniel

Sehr schöne Zusammenstellung, übersichtlich und klar. Vielen Dank für die Zeit, die Du darein investiert hast!

29. Mai 2010

Nicole

Feine Übersicht, vielen Dank!
@Bleiwetter: 100% Zustimmung was den Google Pagerank angeht. Auf lange Sicht würde sich sonst Big G ein Eingentor schießen.

30. Mai 2010

Sarah

Das wusste ich bislang auch nicht, dass ein No-Follow Link auch vorteilhaft sein kann. Wie schaut das eigt aus, wenn eine No-Trusted Site zu mir verlinkt, ohne dass ich mit dieser etwas zu tun habe? Da kann ich doch für die “Bad-Neihgbourhood” nichts dafür?

18. November 2010

Jörg

Danke auch von mir für deine Mühe! Sehr gut gemacht.

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