SEO, Linkaufbau und Social Media Marketing
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So kann man sich täuschen. Da strampel ich mich mit meinem neuen Blog ab, nur um zu lesen, dass SEO überhaupt nichts mehr bringt (und ergo auch niemanden mehr interessieren würde). Das meint zumindest Manfred Leisenberg, seines Zeichens Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. In der Online-Ausgabe der Wirtschaftswoche meint Leisenberg, dass es nicht mehr viel bringe, sich beim Thema SEO zu engagieren.
Tja, Pech gehabt. Offensichtlich kann ich jetzt meine meine SEO-Bemühungen einstellen und nur noch dafür sorgen, dass meine Seiten bei Mister Wong, dessen Kollegen, bei YouTube, MySpace, Flickr und Co. in irgendeiner Weise auftauchen und ich vielleicht von dort ein paar Besucher bekomme. Damit wir uns hier nicht falsch verstehen. Das Thema SMO (Social Media Optimization) ist wichtig und man sollte dafür sorgen, dass jede/r Nutzer/in die Möglichkeit hat, eine Seite z. B. bei einem Social Bookmark-Dienst zu speichern. Auch andere Funktionalitäten, wie der gute alte RSS-Feed sind eine lohnende Sache, um den eigenen Content zu verbreiten. Dafür aber gleich das Thema SEO links liegen zu lassen halte ich doch für sehr fragwürdig.
Generell bin ich immer der Ansicht, dass man bei allen Marketing-Maßnahmen einen Mix aus allen zur Verfügung stehenden Instrumenten nutzen sollte. Umso weniger leuchtet mir ein, warum das ein Professor an einer deutschen Uni offenbar nicht weiß. Ah ja – bei ihm geht es “nur” um Wirtschaftsinformatik. Gut, da kann man wohl heutzutage nicht mehr erwarten, dass es einen Blick über den Tellerrand hinaus gibt. Bei über 80% Nutzungsrate von Google ist das auch überhaupt nicht nötig. Mit den 20 Besuchern, die von 100 übrigbleiben, weil kein SEO gemacht wird, hat man sicher auch viel Spaß. Nur eben weniger Erfolg. Aber wer braucht das schon?
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«SEO ist tot – lang lebe SMO»
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6 Kommentare zu "SEO ist tot – lang lebe SMO"
26. November 2007
Will der seine Konkurrenz abwimmeln, oder meint der das ernst? *g*
Von mir aus sollen alle auf den Herrn Leisenberg, dann kassier ich halt alleine ab. *g*
27. November 2007
Lieber Herr Tantau,
vielen Dank für die interessante und kritische Sicht auf mein WiWo- Interview. Lassen Sie mich meinerseits ergänzen:
Ich halte Suchmaschinenmarketing weiterhin für richtig und wichtig. Allerdings sollte Search Engine Optimization (SEO) zukünftig – im Kontext von Social Software – als Teilverfahren der Social Media Optimization betrachtet werden.
Suchmaschinenenoptimierung ist nicht „am Ende“ weil sie schlecht oder grundsätzlich untauglich sei. Sie ist „am Ende“ einer Entwicklung angekommen. Über die letzten Jahre hinweg schien SEO der wichtigste Weg zu sein, die Popularität eines Portals zu steigern. Dabei leistet die Suchmaschine doch nichts anderes, als eine Art „Name Service“ zu sein. Sie verbindet Schlüsselworte mit URLs und listet die Adressen nach einem recht einfachen Priorisierungsalgorithmus. SEO versucht diesen Algorithmus mehr oder weniger erfolgreich auf der technischen Ebene für Zecke des Online- Marketing auszunutzen.
Online- Marketing muss sich allerdings mit dem Erfolg der Social Software neu positionieren. Wie aus Untersuchungen bekannt ist, erzeugen bereits heute die Kunden und User in bestimmten Segmenten weitaus mehr Marketing- Informationen, als die Unternehmen selbst – und sie tun dies via „User Created Contend“ in Blogs, Wikis oder Community Anwendungen. Zudem müssen sich Unternehmen mit Ihren Produkten authentisch präsentieren und Online Relations mit den Kunden aufbauen. In solch einem veränderten Umfeld ist SEO für Zwecke eines optimalen Online- Marketing „am Ende“.
Gebraucht wird ein integriertes Online- Marketing mit dem Werkzeugkasten „Social Media Optimization (SMO)“. SEO ist dann ein wichtiges Werkzeug – unter mehreren – in der SMO- Toolbox. Welche Bedeutung zukünftig das Page Ranking behält, ist abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass neue Faktoren, wie z.B. die Positionierung in den Social Bookmark- Diensten, erheblich wichtig werden. In solch einem Zusammenhang ist dann „immer weniger wichtig, bei Google weit oben zu stehen“ – stattdessen wird der Erfolg von Online- Marketing- Massnahmen durch eine Kombination mehrerer Parameter gemessen werden
In diesem Sinne bitte ich meine Aussagen im WIWO- Interview zu verstehen.
Über Ihre weiteren Bemerkungen würde ich mich sehr freuen,
Manfred Leisenberg
28. November 2007
Lieber Herr Leisenberg… der Film “the day after” fällt obwohl technisch möglich auch noch in das Reich der Fantasie…
28. November 2007
Lieber Herr Domainator
nur mit Fantasie und Kreativität kann man wissenschaftliche Ansätze für das WEB der Zukunft finden…oder?
Manfred Leisenberg
25. Dezember 2007
ich denke SMO und SEO sind dinge die zusammen fliessen.
Wenn du SMO betreibst so betreibst du automatisch auch SEO.
Das ist zumindest meine Meinung vielleicht findet die Panik macherei endlich mal ein Ende
2. Januar 2008
@Saladin
Das ist meiner Ansicht nach völlig richtig und zu Panik gibt es wenig Anlass.
Ich habe hier zu der SEO- SMO- Problematik noch etwas mehr gesagt:
http://leisenberg.blogg.de/eintrag.php?id=54
Manfred Leisenberg