SEO, Linkaufbau und Social Media Marketing
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Linkbuilding ist eine Strategie im Marketing-Mix, ohne die für Websites, die wirklich erfolgreich sein wollen, nichts geht. Problem: Linkbuilding ist im Vergleich zu anderen Disziplinen im Onlinemarketing eine der anspruchsvollsten überhaupt. Das weiß auch Google als immer noch weltweit größte und einflussreichste Suchmaschine, der Link als Empfehlung ist auch 2011 noch Kern des Algorithmus. Mit den Jahren und dem Aufkommen von Social Media (hauptsächlich geprägt durch Facebook und Twitter) hat sich diese mathematische Berechnungsgrundlage natürlich bis heute immer wieder geändert. Dennoch: Ein Link ist und bleibt eine Empfehlung.
Google versucht immer die besten Suchergebnisse zu präsentieren. Es ist kein Geheimnis, dass das System beeinflussbar ist. Dank dieser Möglichkeit, Ergebnisse bei Google zu beeinflussen, hat sich eine komplette Branche gebildet, die im Kern neben vielen anderen wichtigen Faktoren vornehmlich auf Links ausgerichtet ist und versucht, mehr oder weniger intelligentes Linkbuilding zu betreiben. In vielen Fällen gelingt das, in anderen Fällen nicht. Durch die ständigen Änderungen im Algorithmus von Google ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Strategien, die heute noch funktionieren, können schon morgen nicht mehr so gut geeignet sein.
Es bleibt alles anders
Linkbuilding verändert sich also, die Frage lautet jedoch: Wie genau? Mit Zukunftsaussagen ist das immer so eine Sache. Die Zukunft existiert nicht und etwas, das es nicht gibt, kann man schlecht beurteilen und schon gar nicht bewerten. Man kann vermuten, wie sich die Dinge wohl möglichst logisch entwickeln und welche Szenarien realistisch sein könnten.
Das derzeitige Tempo, das die Onlinebranche fest in der Hand hat, ist mitunter schwindelerregend. Vor allem die Entwicklungen im Social Web gehen so schnell, dass heutzutage sogar schon Regierungen reihenweise stürzen, weil sich bei Facebook und Twitter Protestbewegungen bilden und so kommunizieren. Auch eine Suchmaschine wie Google hat daran Anteil. Was sie auf jeden Fall können muss, ist die Integration der in sozialen Netzwerken passierenden Geschehnisse. Und mittlerweile haben Google und Bing ja auch bestätigt, das gewisse soziale Signale aus Facebook und Twitter in das Ranking einer Website einfließen.
Ist auch das Teil der Entwicklung im Linkbuilding? Was genau ist Linkbuilding im Prinzip eigentlich überhaupt? Ganz einfach ausgedrückt ist es der Versuch, eine bestimmte Meinung durch Verlinkungen zwischen Websites zu erzeugen. Warum eine Meinung? Nun, steht eine Website bei Google auf Platz 1, dann gibt es reichlich Nutzer, die das, was diese Website “sagt” oder vertritt, als vertrauenswürdig einstufen. So bilden sich Meinungen. Woher eine Information, sofern sie halbwegs seriös und richtig ist, stammt, interessiert am Ende eigentlich niemanden mehr. Wird sie entsprechend richtig platziert, dann wird eine Meinung im Laufe der Zeit “global”.
Und das gilt dann oft so lang, bis eine andere Meinung kommt und dann auch wieder “meinungsbildend” wird und an die Stelle der vorherigen Meinung tritt. In den letzten Wochen wurde der SEO-Branche ja auch schon vorgeworfen, “manipulativ” und “politisch” zu sein. Möglich, allerdings bleibt dann immer noch das Problem, dass diejenigen, die “manipulativ” handeln, bei wirklich wichtigen Themen schon wieder so viele sind, dass es schwer wird, wirklich eine einzige Meinung nachhaltig zu platzieren.
Wohin geht die Reise?
Linkbuilding ist im Wandel, keine Frage. Die Möglichkeiten, Meinungen zu erzeugen, sind vor allem mit Facebook & Co. deutlich vielfältiger geworden. Um heutzutage aus der Masse der Angebote hervorzustechen, bedarf es schon komplexer Maßnahmen. Der gute alte Linkbait war und ist ein beliebtes Mittel. Leider wird hier zu oft versucht, mit recht simplen Methoden Verlinkungen zu generieren, die dann im Endeffekt manchmal sogar eher schaden als nutzen. Natürlich gibt es auch exzellente Linkbaits, die sich nicht selten dadurch auszeichnen, dass sie überhaupt nicht als solche zu erkennen sind.
Linkbaits wird es immer geben – sei es nun, weil jemand ein iPad verlosen will oder weil er eine ausgedehnte Safari durch Afrika gemacht hat und spektakuläre Fotos in seinem Fotoblog anzubieten hat. Gute Inhalte werden verlinkt. Es stellt sich eben immer nur die Frage, wo diese Verlinkungen stattfinden. Die Qualität der Linkquelle sorgt immer für die Intensität des Einflusses auf das Ergebnis.
Problem beim Linkbuilding ist, dass Google nach über 10 Jahren seiner Existenz vermutlich reichlich gelernt hat und somit zwar nicht 100%ig aber doch schon sehr gut in der Lage sein wird, Links zuverlässig und korrekt bewerten zu können. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel – nicht vergessen, es ist nur eine Maschine (zumindest hauptsächlich). Einfache Linkbuildingmaßnahmen, die man von den Anfangszeiten des Web kennt, gehören heute auf das Abstellgleis. Dinge, die manchmal eine Zeit lang zu gut funktionieren, klappen irgendwann nicht mehr, weil Google gelernt hat, damit umzugehen.
Das große Kopfzerbrechen…
Für alle, die sich mit dem Thema befassen, stellt sich als eine entscheidende Frage: Was für Links sollte man überhaupt noch aufbauen? Braucht man eine Basis oder reicht es, nach den richtig großen Fischen zu angeln? Die Antwort auf solche Fragen fallen immer unterschiedlich aus, denn: Fast jede Website unterscheidet sich immer irgendwie von der anderen. Es gibt natürlich Klone. Die meisten wissen allerdings, dass man keinen nachhaltigen Erfolg mit kopierten Inhalten haben kann. Einzigartigkeit ist wichtig. Authentizität ist wichtig. Und vor allem Zeit gepaart mit Ausdauer ist wichtig.
“Andy war passionierter Geologe. Ich stelle mir vor, dass es seiner akribischen Natur entsprach… Ein Eiszeitalter da, eine Millionen Jahre Gebirgsbildung dort, Geologie ist das Studium von Druck und Zeit. Mehr braucht es eigentlich nicht. Nur Druck und Zeit. Und ein überdimensionales Poster.”
Eines der interessantesten Filmzitat aller Zeiten ist das obige. Es stammt von Morgan Freeman, der die Person “Red” im Film “Die Verurteilten” spielt. Abgesehen von der Klasse des Films ist das Zitat (okay, bis auf das Poster) durchaus passend für den Bereich Linkbuilding. Besonders die Wort “akribisch”, “Druck” und “Zeit” sind absolut maßgeblich für das Linkbuilding. Es ist ein Ausdauersport, bei dem man mitunter sehr lange viel Druck auf die SERPs ausüben muss, um in einem Bereich erfolgreich zu sein. Das können auch gern mal mehrere Monate oder Jahre sein. Generell ist es gut, einen Link an sich zu vermarkten.
Das heißt, den Link nicht nur als Mittel zum Marketing zu sehen, sondern ihn selbst in das Zentrum des Marketings zu schieben. Das lässt sich mit einigen Voraussetzungen bewerkstelligen. Wichtig ist, dass man nicht der Versuchung erliegt, mit schnellen Erfolgen punkten zu wollen. “Dranbleiben” lautet die Devise – “Druck und Zeit” eben. Der Link als Mittelpunkt der Vermarktung muss einen Mehrwert bieten. Er muss sich von der Masse anderer Links absetzen. Es muss etwas transportieren – ist das so nicht möglich, dass sollte wenigstens der Content, der zum Link gehört, die oben genannten Merkmale aufweisen.
Gesamtheitliche Betrachtung
Content und Link sind eine Einheit. Das ist übrigens einer der Gründe, warum man mit “alleinstehenden” Links in vielen Fällen heute nicht mehr punkten kann. Diese Tatsache macht allerdings auch Sinn. Warum sollte ein Link, der keinem Kontext zugeordnet werden kann, wirklich relevant sein? Minimalvoraussetzung ist daher immer ein Text, auch wenn er nur kurz ist. Ein Zusammenhang muss auf jeden Fall geschaffen werden.
Der Idealfall ist immer vorzuziehen. Natürlich ist das aber nicht immer möglich. Gibt es keinen Idealfall oder kann man keinen Idealfall erzeugen, dann gibt es natürlich auch andere Maßnahmen, die grundsätzlich sinnvoll sind und eingesetzt werden können (und manchmal sogar sollten). Eine “Basis” als linkgebendes Fundament zu schaffen, ist in vielen Fällen empfehlenswert. Es darf sich nur nicht immer auf diesem Level bewegen. Ähnlich wie alle anderen Bereiche des Onlinemarketings muss sich auch das Linkbuilding weiterentwickeln. Ob es sich dabei nun um das Aufbohren erfolgreicher Strategien zum Thema Linkbait handelt oder ob man mit den derzeit extrem beliebten Infografiken sein Glück versucht. Funktionieren kann beides – oder nichts.
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Tags » google, linkbuilding, SEO, Wandel |
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«Linkbuilding im Wandel: “Druck und Zeit.”»
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2 Kommentare zu "Linkbuilding im Wandel: “Druck und Zeit.”"
7. März 2011
Nach wie vor führt der Film ganz oben die Liste der Top-250 besten Filme auf IMDB. Und wenn Du im Zitat Poster durch “Infografik” ersetzt, dann macht das auch wieder für SEO Sinn
Gruß,
Tobias
top250 movies auf imdb (link)
http://www.imdb.com/chart/top
11. März 2011
[...] den Beitrag Linkbuilding im Wandel habe ich selber noch gar nicht durchgelesen. Aber mir dafür [...]