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Linkbuilding

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Der folgende Artikel darf verlinkt werden!

Links sind nach wie vor die entscheidende “Währung” im Internet. Auch wenn man immer wieder von “offizieller Seite” hört, dass es eigentlich weitaus wichtiger sei, guten und vor allem einzigartigen Content zu generieren (dann würden die Links schon 100%ig von selbst kommen), geht es nach wie vor darum, möglichst viele externe Verweise für die eigene Website zu bekommen. Wichtig ist hier allerdings, dass diese Backlinks auch eine möglichst gute Qualität haben. Und da fängt die Problematik beim Linkbuilding an.

Speziell in Deutschland gibt es das Problem mit dem Linkgeiz. Selbst Kleinst-Webmaster versehen ihre Websites mit einen “nofollow”-Tag, sei es nun, um Kommentarspam zu vermeiden oder um keinen Linkjuice abgeben zu müssen. Im Endeffekt ist diese Strategie der totale Unsinn und man kann schon von Linkbuilding im umgekehrten Sinn sprechen. Auch bei größeren Websites bringt es eigentlich nicht viel. Pagerank Sculpting zu betreiben kann eine durchaus nützliche Sache sein. Seine Website nach außen hin via “nofollow” generell dicht zu machen, ist eine Vorgehensweise mit Boomerang-Effekt.

Denken wir doch mal ein paar Schritte weiter. Wenn nur noch “nofollow” eingesetzt wird und überhaupt nicht mehr verlinkt wird (was ja die logische Konsequenz des Linkgeiz sein muss), dann wird das Web nach und nach einer seiner wichtigsten Komponenten beraubt – den Links. Unabhängig davon, dass Linkbuilding dann noch schwerer würde als ohnehin schon, müssten sich auch die Suchmaschinen (und allen voran Google) überlegen, wie sie mit der neuen Situation umgehen wollen. Die logische Gegenbewegung wäre irgendwann, dass das “nofollow”-Attribut ad absurdum geführt wird und Google solche Links doch verfolgen und auf jeden Fall werten müsste, um überhaupt eine vernünftige Struktur hinzubekommen (wenn das nicht schon längst der Fall ist).

Was heißt das für das Thema Linkbuilding? Vermutlich macht es hier, wie bei sehr vielen Dingen im Leben, die Mischung. Natürlich wirkt es ziemlich cool, wenn man sich 10 PR-5-Links besorgt und die innerhalb von einer Woche auf seine Website klatscht. Wer Google & Co. allerdings richtig verstanden hat, der weiß, dass weniger oft mehr ist. Wer der Backlinkstruktur seiner Website “künstlich” nachhelfen will, der sollte auf eine möglichst natürlich wirkende Verlinkung achten. Die Sache mit den 10 PR-5-Links sieht nicht so richtig natürlich aus. In einem solchen Fall (wenn er denn auffällt), ist wohl eher mit einer Penalty zu rechnen. Vermutlich nicht dauerhaft, aber immerhin.

Linkbuilding bedeutet also vor allem, zunächst die wirklich natürliche Verlinkung auszunutzen. Denn eines stimmt wirklich: produziert man vernünftigen Content und schafft man es, dieses ansprechend zu präsentieren und auch zu platzieren, dann kommen eine ganze Menge Links tatsächlich von selbst. Allerdings ist auch hier irgendwann Schluss. Schließlich hat nicht jeder ein Twitter oder Facebook zu bieten, wo die Leute einem die Tür einrennen und so Backlinks in 3-stelliger Millionenhöhe produzieren. Will man als Betreiber einer Website dann wirklich mehr, muss man nachhelfen.

Das kann mitunter recht schwierig sein. Vor allem beim Thema Links herrscht gern immer große Verwirrung. Was ist denn nun die korrekte Strategie zum Linkbuilding? Das kann man (wie üblich) leider nicht klar beantworten, weil jede Website nun mal anders ist. In der Tat sind fast alle Websites verschieden (zumindest die “seriösen”). Das ist auch der Grund, warum verschiedene Websites unterschiedlich auf einzelne Bausteine in Sachen Linkbuilding reagieren. Erst kürzlich konnte man Blogeinträge lesen mit Titeln wie “Webkataloge: Sie bringen’s doch!”. Ob man sich dem so anschließen kann, darf bezweifelt werden.

Gleiches gilt für die ganzen ollen Geschichten von Artikelverzeichnissen, Linkfarmen, etc. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel “gefährliches Halbwissen” zum Thema Linkbuilding auch heute noch unter “Webschaffenden” vorhanden ist. Selbst in einschlägigen Foren wird teilweise richtiger Unsinn erzählt. Teilweise muss man sich da fragen, ob es sich da um gezielte Desinformation handelt.

Aber fassen wir zusammen: wie funktioniert gutes Linkbuilding? Zunächst schöpft man die Möglichkeiten aller zur Verfügung stehenden Mittel bezüglich der Erzeugung natürlicher Verlinkungen aus. Ist dieses Thema ausgereizt, hilft man nach. Dabei sollte man beachten, dass man nicht zu gierig wird. Nicht auffallen. Gute Links zu beschaffen ist Ausdauersport. Man braucht einen langen Atem und darf nicht zu schnell ungeduldig werden. Es ist darauf zu achten, dass alles was man in diesem Bereich tut, natürlich aussieht. Linktexte sollten ständig variiert werden. Nicht auf den Pagerank gucken, besser gut gemachte Seiten für die Verlinkung finden, die schon etwas älter sind. Der Trust einer Website ist wichtig.

Es gibt noch mehrere Faktoren, sicherlich hat hier jeder, der sich mit dem Thema schon beschäftigt hat, bereits eigene Erfahrungen gemacht. Was man auf jeden Fall wissen sollte: Linkbuilding ist keine einmalige Sache, ebenso wie Suchmaschinenoptimierung an sich. Es ist ein (sehr wichtiger) Baustein für den Erfolg einer Website. Insofern zahlen sich hier (wie auch im normalen Leben) Hartnäckigkeit, Cleverness, Kreativität und Durchhaltevermögen aus.

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6 Kommentare zu "Linkbuilding"

13. Mai 2009

Andreas

Danke sehr! Wirklich gut geschrieben und sehr informativ ;)
Weiß jemand, ob es ein offizielles Statement seitsn Google gibt ob man “nofollow” Links trotzdem folgt?

Grüße

13. Mai 2009

Interaktiv-Net

Hi,
sehr schön zusammengetragen. Ich bin ebenfalls der festen Überzeugung, dass Linkbuilding ein langsamer Ausdauersport ist. Und das ist auch gut so :-)

13. Mai 2009

Feuerschlucker

Klasse Artikel der die Sache mal auf den Punkt bringt! Alle wollen Links haben aber keine will welche geben. Schaue mich fast nur noch im “Ausland” um!

20. Mai 2009

R. Ferducci

Du schreibst über das “gefährliche Halbwissen” im Linkbuilding und eigentlich hätte ich erwartet, dass dann das richtige Wissen folgt. Die Kernaussage “natürliche Verlinkung + nachhelfen” ist doch irgendwie sehr oberflächlich.

Was ist denn nun mit KW, AVs und SB? Bringen die noch was, bringen sie nichts mehr oder sind sie sogar schädlich?

Das PDF für die Pressarbeit sehe ich mir aber trotdzem mal an ;-)

21. Mai 2009

Erfolgreiche Blogs

Also ich kann sagen die Links aus SB und AVs bringen immer noch etwas. Dies habe ich bei einem Content-Projekt beim letzten PR Update gesehen. Der Linkaufbau für ein Content Projekt wurde überwiegend nur über SB- und AV-Links durchgeführt und konnte einen PR von 2 verbuchen. Auch die Rankings in den Suchmaschinen wurden deutlich verbessert. Natürlich muss der Content der Seite stimmen. Meine Erfahrungen zeigen, dass es wichtig ist die vorgegenen Beschreibungslänge in den SB-Verzeichnissen auszunutzen und Unique zu halten. Die Linktitel auch Unique halten und auf einen natürlichen Linkaufbau achten. Bei neuen Domains nicht mehr als 10 Links pro Tag und 50 Links pro Woche.

Gruß
Olli

4. Juni 2009

chris

Linkbuilding und Pagerank sind immer interessante Themen und durch “nofollow” bzw. kein setzen von Gegenlinks wird das Thema Pagerank ja eigentlich uninteressant, aber es wirkt ja immernoch.

Linkaufbau sollte möglichst gewissenhaft und langfristig und auf Qualität ausgerichtet sein.

und wem es nicht schnell genug geht, sollte dann auch in die Tasche greifen und eine Agentur beauftragen oder Pressearbeit leisten. Von nichts, komm ja bekannterweise nichts.

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