SEO, Linkaufbau und Social Media Marketing
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Der folgende Artikel darf verlinkt werden!
Was waren das für schöne Zeiten: Bevor das Jahr 2005 anbrach, war jeder Link praktisch ein guter Link und vererbte all die schönen Sachen, die man so dringend braucht. Trust, Linkjuice, etc. – und natürlich auch den guten alten PageRank. Suchmaschinenprimus Google kam auf eine gemeine Idee und führte das Mikroformat “nofollow” ein. Ab sofort konnten Betreiber von Websites, Blogs, Foren und allen anderen Seiten auf eigene Faust etwas gegen unerwünschte Links tun. Mit “nofollow” wurden Links schlicht und ergreifend “entwertet”.
Autsch, das tat weh! So mancher sah schon damals seine Linkbuilding-Strategie implodieren. Suchmaschinenbetreiber wie Google, Yahoo und MSN (später Live, heute Bing) freuten sich, dass sie eine neue Komponente im Algorithmus hatten, mit denen man dafür sorgen konnte, dass der Linkspam im Web eingedämmt wurde. Eine spezielle Folge dieser ganzen Aktion war vor allem in deutschen Blogs die exorbitante Nutzung des “nofollow”-Tags.
Vorteil: Inhaber von Blogs hatten mit weniger unerwünschten Links zu tun, weil Kommentar-Spammer überwiegend und gezielt nur noch nach solchen Blogs suchten, die “nofollow” NICHT einsetzten.
Nachteil: Die Kommentarfrequenz ging in vielen Blogs spürbar zurück, denn auch damals soll es schon solche “Kommentar-Spammer” gegeben haben, die zwar einen Backlink abgreifen wollten, aber dennoch durchaus sinnvoll und auch mit Mehrwert kommentierten.
Wie üblich im Leben… Man kann nicht alles haben, jede Medaille hat zwei Seiten. Aber zurück zum Thema. Wie steht es generell um die Sache mit den “nofollow”-Links. Sollte man sie grundsätzlich immer links liegen lassen, wenn man aktiv Linkbuilding betreibt?
Darauf ein klares “Jein!”
Hintergrund: Unabhängig von der Tatsache, dass der speziell in Deutschland florierende Linkgeiz den komplett natürlichen Aufbau von Links oft behindert, gibt es eben doch den Fall, dass Seitenbetreiber freiwillig auf andere Seiten verlinken (man soll es kaum glauben). Die Linkstruktur einer Website sollte immer möglichst natürlich aussehen. Das ist gut, denn alles andere fällt irgendwie blöd auf und sorgt dafür, dass bei Suchmaschinen die roten Lampen angehen. Und auf was hat niemand Bock? Richtig: Abstrafungen (aus welchem Grund auch immer).
Das Zauberwort lautet also: “Natürlichkeit”!
Die Backlinkstruktur einer Website muss natürlich aussehen. Eben so, als hätte man keinen aktiven Linkaufbau betrieben. Doch was ist “natürlich”? Klar sollte sein, dass zuviel des Guten auf jeden Fall immer unnatürlich ist. Logisch: Wer bekommt schon 100% gute Kritiken (und keiner sagt was Schlechtes?). Kommt eher selten vor.
Das “nofollow”-Mikroformat ist existent und deshalb muss es im Linkmix berücksichtigt werden. Frage ist nur, wie hoch sollte der Anteil sein? Entgegen der Annahme, die man beim Durchforsten der deutschen Blogosphäre mitunter gewinnen kann, ist die Anzahl der verwendeten “nofollow”-Links im WWW längst nicht so hoch wie gefühlt angenommen (wieder ein Problem des heimischen Linkgeiz – nun ja…). Entgegen vieler anderer Rankingfaktoren, die nicht so einfach messbar sind, ist es bei “nofollow”-Links zumindest für eine einfache Analyse relativ simpel, den geeigneten Anteil an “nofollow”-Links zu ermitteln.
Dafür macht es Sinn, sich verschiedene Websites mit guten Rankings aus unterschiedlichen Bereichen anzuschauen und zu messen, wie hoch denn nun der Anteil an “nofollow”-Links ist. Das haben wir in 5 Fällen gemacht. Anhand dieser 5 Fälle (die wirklich alle aus komplett unterschiedlichen Bereichen kommen und gut ranken) lässt sich eine einfache Faustregel ableiten:





Wie man sieht, sind die Anteile schon bei nur 5 Fallbeispielen einigermaßen gut durchmischt. Natürlich würde man auch Ausreißer finden, wenn man mehr Daten analysiert. Für einen schnellen Überblick wollen wir es jedoch bei diesen 5 Fällen belassen.
Nach Adam Riese und Eva Zwerg ergibt sich hier ein durchschnittlicher Anteil von 11% bezogen auf die “nofollow”-Links. Dementsprechend könnte man nach unten kaufmännisch abrunden und käme so auf die Formel, dass 10 von 100 Links ruhig mit dem “nofollow”-Attribut ausgestattet werden sollten.
Jeder 10. Link also “nofollow”, dann sieht es auf jeden Fall recht natürlich aus!
Na bitte, das ist doch schon mal eine Aussage…
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Tags » backlinks, linkbuilding, links, nofollow, SEO |
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«Keine Lust auf Nofollow-Links? Doch, natürlich!»
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19 Kommentare zu "Keine Lust auf Nofollow-Links? Doch, natürlich!"
12. Januar 2011
Ganz schön paradox: da die NoFollow Links ja überwiegend aus WordPress Kommentaren stammen, habe ich bei einer hochwertigen Verlinkung aus dem Content von anderen Webseiten eigentlich gar kein NoFollow. Welcher Geschäftspartner baut das schon ein? Und warum? Ergo: ein erstklassiges Linkprofil sollte meiner Meinung nach eigentlich gar kein NoFollow aufweisen, was Deine obige Aussage widerlegt.
Beste Grüße, Marcell
12. Januar 2011
Zwei Anmerkungen:
1. Auch damals gab es nicht nur gute Links. Ich sag nur: Javascript, Flash, PHP etc.
2. Was natürlich ist, hängt vor allem auch von der angelinkten Seite selbst ab. Blogs dürften einen deutlich höheren nofollow-Anteil haben als beispielsweise eine Firmenpräsenz.
13. Januar 2011
Marcell: Nicht nur WordPress setzt vom Grundaufbau her auf nofollow. Ich bin zudem der Meinung, daß auch ein nofollow-Link zählt, denn nofollow heißt ja nur, daß der Bot dem Link nicht folgen darf, aber nicht, daß er den Link nicht speichern darf.
Ansonsten schließe ich mich da mal Loewenherz an.
13. Januar 2011
Jeder Link, der wenigstens ein paar Besucher bringt macht Sinn. Finde allerdings auch dass es schon ein paar nofollow Links sein sollten. Denn natürlich ist, was die Konkurrenz macht die die ersten Plätze belegt. Wenn ich in deren Linkprofil nofollow Links finde, hole ich mir auch welche. Und ich kann mich eigentlich an kein Linkprofil erinnern, dass keine nofollow Links hatte…
BG, Marcel
13. Januar 2011
Hallo,
guter Beitrag, hat man auch mal so einen ungefähren Prozentsatz auf Lager
Grüße
Gretus
14. Januar 2011
[...] zu erhalten. Zahlreiche Experten vertreten jedenfalls die Meinung, dass man gelegentlich auch gezielt nofollow-Links setzen [...]
14. Januar 2011
Zur Info – bei Thomas gibt’s ‘ne Replik zu dem Beitrag hier:
http://pixelfolk.net/seo/linkbuilding/linkdiversitat/nofollow-links
16. Januar 2011
[...] Keine Lust auf Nofollow-Links? [...]
16. Januar 2011
Ist ein guter Tipp – wobei ich 10 % áuch nicht viel finde wenn man überlegt das viel mehr Seiten auf “NoFollow” stehen. Somit immer noch unnatürlich. Die Frage ist bringen die Links überhaupt etwas beim Ranking?
16. Januar 2011
Ich finde ihr solltet einen größeren Stichprobenumfang unter die Lupe nehmen, bevor ihr eine Aussage über nofollow-Prozentsätze macht. 5 Seiten sind kaum aussagekräftig und es kommt außerdem noch stark auf die Art und Zielgruppe der Seite an (siehe Loewenherz).
Ich kann auch der Argumentation
“Das “nofollow”-Mikroformat ist existent und deshalb muss es im Linkmix berücksichtigt werden.”
nicht ganz zustimmen. Es existieren auch Möglichkeiten der JavaScript Verlinkung, der Verlinkung durch image maps, etc. Gemäß der obigen Aussage müssten diese ja auch im Linkmix drin stecken, damit es “natürlich” wirkt.
Die letztendlich Aussage “man braucht nofollows” mag stimmen oder auch nicht, aber die Begründung ist in meinen Augen nicht schlüssig.
Grüße
Pascal
16. Januar 2011
@Marcell:
Ich muss da widersprechen. Denn es gibt ja extrem viele Social Bookmark Seiten, die mit NoFollow arbeiten. Diese Links sind ja (theoretisch) auch natürlich. Und die gehören zu einem natürlichen Linkprofil ebenfalls dazu.
20. Januar 2011
Guter Tipp – vielen Dank – 10% sind aber auch wirklich nicht viel.
24. Januar 2011
Ich finde, wenn man einen inhaltlich passenden und qualitativ hochwertigen Beitrag (Beispiel Blogkommentar) auf einer gut besuchten nofollow-Seite hinterläßt, kann dieser durchaus wertvoller sein, als ein nichtssagender dofollow Link.
Denn dann klicken die Besucher auf den Link, weil Sie neugierig sind, verlinken oder bookmarken die eigene Seite und der Rest kommt ganz von alleine…
27. Januar 2011
Ich sehe die Entwicklung mit nofollow ähnlich kritisch. Früher war eine Empfehlung noch eine Empfehlung, bis dieser Link dazu verkommen ist, seine Seiten aus SEO Sicht zu pushen. Produziert nun täglich Millionen Kommentare an Spam. Auf meinen Seiten bekommen Stammposter am 3 Kommentaren (die sinnvoll sind) ein dofollow. Vorher nicht, weil es einfach zu ätzend geworden ist, dauernd den Schwachsinn zu prüfen und zu löschen. Schade – aber die unnatürliche Auslese funktioniert trotzdem
Das halte ich bisher bei allen Blogs so und auch mein neuer (seit gestern online
) unter www cleanairmag de bleibt dem treu. Sinnvolles wird belohnt, die Viagra Blogger aus Russland geblockt….
gruß Markus
8. Februar 2011
Die Stichprobe zu erhöhen, fände ich auch attraktiv. Ich galube problematisch wird es immer dann, wennman versucht nur erstkallssige Links mit Nachor zu schnell aufzubauen. UNd es gibt einfach auch nofllow Links, die Traffic und awareness bringen.
In diesme beste Grüße
Alexander
2. März 2011
Da ich mich die Tage etwas intensiver über “NoFollow Links” informiere, bin ich auf diesen interessanten Artikel gestossen. Und kann mich insbesondere, in Bezug auf “die Natürlichkeit des Linkaufbaus einer Website”, dem anschliessen. Denn dies deckt sich mit dem was ich bisher in Erfahrung bringen konnte und auch was logisch erscheint.
Grüsse aus Norddeutschland
4. Juni 2011
Ich finde es sehr wichtig das sowohl DoFollow als auch NoFollow Links gesetzt werden. Wenn man viele Menschen fragen würde was sie von einer bestimmten Firma halten dann wird man auf jeden Fall gute und schlechte Meinungen hören. Daher wäre es sehr unnatürlich wenn man immer nur Links von DoFollow Seiten erhalten würde. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht daran das NoFollow Links wirklich zu 100 % entwertet sind sondern vermute mal eher das diese nur eben viel schwächer gewertet werden. Wie viele Faktoren und vor allem welche in die Bewertung von Google & Co mit einfließen kann man ohnehin nur vermuten. Außerdem sollte man auch stets darauf achten das man nicht nur Links von themenrelevanten hochwertigen Blogs oder Foren erhält sondern auch etwas schwächere Links von Webkatalogen, Social Bookmarks oder sonstigen Webseiten die vielleicht nicht ganz so zum Thema passen. Allerdings sollte der Anteil an themenfremden Seiten nicht zu hoch sein. Ebenfalls sehr wichtig sind meiner Meinung nach Links von Facebook, Twitter, Xing oder anderen Netzwerken. Auch bei der internen Verlinkung einer Webseite kann man den NoFollow Status für eine Onpageoptimierung sehr gut nutzen wenn man Double Content vermeiden will.
6. Juli 2011
[...] ein natürliches Backlink-Profil zu erhalten. Dazu kursieren immer wieder die Zahlen 20% und 10% (Tameco). Selbstverständlich können diese Zahlen einen Anhaltspunkt liefern, generell ist es aber ratsam, [...]
22. September 2011
Danke für diesen Artikel! Bin gerade auf die Frage der Nofollow-links gestoßen, bin aber immer noch etwas ratlos, wann man sie einsetzen sollte – bei Konkurrenzseiten, die einen selbst nicht verlinken? Wann macht es genau Sinn?