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Google entwickelt Algorithmus für “negative Links”

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Wie der offizielle Google Blog heute vermeldet, will man eine Lösung gefunden haben, um “negative Links” nicht nur zu entdecken, sondern auch zu nutzen, um entsprechende Rankings in den SERPs anzupassen. Konkret geht es um einen Fall in den USA, bei dem sich ein Händler scheinbar dermaßen schlecht gegenüber seinen Kunden verhalten hat, dass es massenweise Kritik hagelte. Mit dieser Kritik kamen dann auch jede Menge Links, unter anderem von großen Newsseiten wie z. B. der New York Times oder Bloomberg.

Links an sich sollen eigentlich nicht schädlich sein. So lautet zumindest bisher die landläufige Meinung zu diesem Thema. Bedeutet: Kein Link ist von Natur aus schlecht, kein Link kann prinzipiell eine negative Empfehlung darstellen. Es soll schlicht und ergreifend nicht möglich sein. Jeder Link ist also eigentlich gut? Vielleicht. Vielleicht auch nicht, denn Google hat angeblich einen Algorithmus entwickelt, der das beschriebene Problem mit dem “unverschämten” Händler lösen soll.

Google möchte die Ergebnisse seiner Suche stetig verbessern. In Zeiten des Social Webs muss man da mit Sicherheit auch Empfehlungen und persönliche Erfahrungen einfließen lassen und entsprechend auswerten. Wenn nun also ein Händler mit schlechtem Geschäftsgebahren dafür sorgt, dass man sich quer durch die USA über ihn aufregt und so für “negative PR” sorgt, dann bringt das jede Menge Links. Diese Links können aber (soweit man bisher wusste) nur insofern ausgewertet werden, als dass ein mögliches “nofollow”-Attribut berücksichtigt wird, dazu natürlich der Linktext und der gesamte Kontext (also der Inhalt und die Umgebung des Links sowie der gesamte Artikel). Insofern ist also eigentlich vom reinen Verständnis her keine Möglichkeit gegeben, einen “schlechten Link” zu identifizieren, es sei der Linktext ist eindeutig negativ (wobei in vielen Fällen aber oft nur die Website oder der Name verlinkt wird). Dieses Problem will Google jetzt behoben haben.

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Bisher war es so: Viele Links (unter Berücksichtigung der zahlreichen Auswertungsfaktoren) sorgen in der Regel für ein angemessenes Ranking einer Seite, ungeachtet dessen, ob der gesetzte Link nun in einem positiven oder negativen Kontext steht. Getreu nach dem Motto “Was ist schlechter als schlechte Kritik? Gar keine Kritik!” kann sich also im Prinizp auch ein Link, der vom Autor nicht wirklich als positive Resonanz gedacht ist, dennoch positiv auf eine Seite einwirken. Bis jetzt…

Google will das geändert haben und meint jetzt auch eben solche als negativ einstufen zu können, die genau so gemeint sind. Wie genau man das macht, will Google wie üblich natürlich nicht verraten (Zitat: “That’s why we cannot reveal the details of our solution…”). Man versichert aber, DASS es funktioniert und nimmt sogar noch zu einem anderen Problem Stellung: Würde man wirklich alle negativen Links als negativ “entlarven” und so werten, dann würden manche Seiten (zum Beispiel solche über unbeliebt Politiker) überhaupt nicht mehr in den SERPs erscheinen, zumindest nicht prominent. Folge: Man könnte sich im Zweifel über bestimmte Themen und Personen überhaupt nicht richtig informieren, was wiederum nicht gut für die “User Experience” wäre – also eine Verschlechterung der SERPs aus Googles Sicht. Auch für diese Fälle will man gerüstet sein, weist aber vorsorglich darauf hin, dass die neue Lösung erst am Anfang steht und in Zukunft noch ausgebaut wird.

Ein konsequenter Ausbau eines solchen Algorithmus macht mit Sicherheit Sinn. Sollte Google wirklich in der Lage sein, echte negative Kritik, die in Form von Links zu einer Seite ausgedrückt wurde, zu erkennen und zu bewerten, dann wäre das ein Schritt nach vorn. Das Thema Online Reputation bekäme ganz neue Sichtweisen und Aspekte und würde sich nachhaltig verändern. Außerdem würden natürlich solche Händler (oder sonstige Personen), die auf ihre (positive) Reputation achten, belohnt werden, die SERPs würden in der Tat “besser” werden. Ob Google das jedoch wirklich gelingen wird (oder schon gelungen ist) – das wird sich erst noch zeigen.

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12 Kommentare zu "Google entwickelt Algorithmus für “negative Links”"

1. Dezember 2010

Gretus

Hallo,

Google hat einen Algorithmus gefunden, um Webshops anhand der User Experience als negativ einstufen zu können. Mit den Links das funktioniert noch nicht so recht…

Grüße

Gretus

2. Dezember 2010

Agenturszene am Bodensee

Da bin ich ja mal gespannt! Schade, wollte eigentlich jetzt mit einem Skandal in die Öffentlichkeit gehen. :-)

2. Dezember 2010

Chris

Hmm, aber wie soll den Google Ironie erkennen?! …gar nicht.

2. Dezember 2010

Loewenherz

Stimmt Gretus, sonst würde SEO United nicht so weit vorn ranken ;-)

2. Dezember 2010

Immer ein Auge auf den Google Places Eintrag haben!

[...] Google Places ist eine toole Sache, für SEOs die sich mit dem Local SEO beschäftigen. Google Places kann aber auch schnell zur Falle werden, wenn z.b für das Unternehmen negative Bewertungen eingehen. Bisher war es Google ja egal ob die Bewertungen negativ oder positiv waren. Hauptsache Bewertungen waren vorhanden. Mittlerweile wird Google aber auch in diesem Sektor besser obwohl. Bei den Links versucht es Google zumindest. [...]

3. Dezember 2010

Galle

Ich seh SEOs in Zukunft schon nicht nur positive Backlinks aufbauen, sondern auch negative für Konkurrenz-Seiten… bin mal gespannt wie das dann so alles funktionieren soll….

3. Dezember 2010

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11. Dezember 2010

Denu

Das ist meiner Meinung nach richtig. Man sollte sich mit seiner Website nicht einfach irgendwo verlinken.

16. Dezember 2010

Vitali

Egal was Google dazu sagt – ich kann mir das nur recht schwer vorstellen. Ja, ok, Google versteht ob ein Link im Footer oder Header gesetzt wurde, ob der Link inhaltlich zu dem Artikel passt, aber nicht mehr. Das ist zu “menschlich” für ein Haufen Metall :)

Ei kleines Beispiel: ich schreibe einen sehr negativen Beitrag über einen Zahnarzt Herrn X. 300 Worte wie schlecht und teuer er ist, dass er dafür stadtbekannt ist etc. Mein letzter Satz lautet aber, “.. 2 Wochen später war ich bei einem anderen Zahnarzt Herrn Y. (Backlink hier), er ist mit dem Herrn X. nicht zu vergleichen, hätte ich ihn lieber vom Anfang an aufgesucht…”
Was sagt Google? :)

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