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Nach Facebook Places kam Facebook Deals. Mit der Möglichkeit, als Nutzer des weltweit größten sozialen Netzwerks, Rabatte bei bestimmten Händlern, Shops und Geschäften abzugreifen, macht Facebook klar: Man will mit Macht auf mobile Endgeräte und man will die Leute nicht nur vor dem heimischen Rechner ansprechen sondern auch dann, wenn sie unterwegs sind. Wie initiiert man solche Absichten am besten? Die Chance auf Rabatte ist sicher einer der Wege, die hier zum Ziel führen, schließlich haben Rabatt-Portale derzeit Hochkonjunktur.
Funktioniert das System “Facebook Deals” denn aber auch wirklich, lässt sich damit bares Geld sparen oder handelt es sich nur um ein geschicktes Lockmittel – und mehr nicht? Das wollten wir genauer wissen und haben im Hamburger Einkaufszentrum Quarree direkt bei H&M den Test vor Ort gemacht.
Zunächst muss man natürlich mit seinem mobilen Endgerät bei Facebook angemeldet sein. Bei uns handelte es sich um ein iPhone 4 mit der entsprechenden App. Hier kann man sich unter “Orte” selbst taggen, die App weiß dann (zumindest in etwa) wo man sich befindet. Nimmt ein Shop an “Facebook Deals” teil, dann erscheint unter “Orte” rechts neben dem Namen des Anbieters immer ein gelbes Symbol. Für den Nutzer heißt das: “Aha, hier gibt es was günstiger, weil ich bei Facebook bin!” Um welchen Deal es sich genau handelt sieht man, wenn man den entsprechenden Ort “betritt” – zunächst natürlich virtuell. Den Laden selbst aufsuchen muss man aber auf jeden Fall auch noch, da man mögliche Rabatte sonst logischerweise nicht einlösen kann.
Hat man sich unter “Orte” für den Laden mit dem Rabatt entschieden, dann steht dem Shoppen nichts mehr im Weg. In Verbindung mit Facebook Deals sagt Facebook Places, welches Angebot es genau gibt. Im Fall des Tests bei H&M gab es satte 25% Rabatt auf einen Artikel frei nach Wunsch. Der Rabatt gilt natürlich nur einmalig und muss innerhalb einer bestimmten Frist genutzt werden. Lässt man diese Frist verstreichen, ist der Rabatt futsch.
Nachdem man sich nun also einen Artikel seiner Wahl ausgesucht hat, muss man zur Kasse – daran führt leider auch im digitalen Zeitalter kein Weg vorbei. Glücklicherweise war das Quarree und somit H&M vergangenen Samstag trotz Dauerregens in Hamburg relativ leer und es gab keine langen Schlangen vor der Kasse. Mit dem Produkt seiner Wahl und der entsprechenden Anzeige unter Facebook Deals auf dem iPhone bezahlt man dann – der Rabatt wird direkt an der Kasse angezogen. Wie in diesem Fall bei H&M kostete das Produkt statt 9,95 Euro also nur 7,46 Euro (für den Testkauf musste ein schlichtes schwarzes Longsleeve herhalten – kann man ja immer gebrauchen). Der Verkäufer hinter der Kasse war von der Aktion, dass man bei H&M via Facebook Deals Rabatte bekommt, übrigens 100%ig informiert. Hier gab es also keine Probleme – ob das bei anderen Läden und Händlern auch so ist, konnten wir mit nur einem Test natürlich nicht feststellen.
Unser Live-Test für Facebook Deals bei H&M in Hamburg ist auf ganzer Linie als positiv zu bewerten. Alles hat geklappt – vom Einbuchen über die Facebook App auf dem iPhone bis hin zur korrekten Abrechnung an der Kasse mit einem informierten Verkäufer.
Fazit: Sollte Facebook Deals überall so gut laufen wie in unserem Test, dann hat das soziale Netzwerk auf jeden Fall eine weitere mächtige und vor allem nützliche Funktion in seinem Angebot. Facebook Deals zu nutzen macht als User Sinn, wenn man sparen will und sich grad bei einem Anbieter befindet, der an dem Programm teilnimmt. Für Händler bringt Facebook Deals ganz sicher den einen oder anderen Neukunden, bestehende Kunden kaufen möglicherweise mehr. Und Facebook hat einen weiteren Kanal, um 1. neue Mitglieder zu locken und 2. seine Einnahmen zu erhöhen. Denn die Teilnahme von Händlern und Geschäften bei den “Deals” lässt sich Facebook mit Sicherheit in irgendeiner Weise vergolden.
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Tags » Deals, Facebook, Places, Rabatt, test |
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«Facebook Deals im Live-Test bei H&M»
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5 Kommentare zu "Facebook Deals im Live-Test bei H&M"
7. Februar 2011
Ich halte das ganze Konzept für etwas fragwürdig. Letzlich läuft das doch darauf hinaus, dass irgendwann fast jeder Händler Facebook Deals nutzt. D.h. der Werbeeffekt bleibt aus, denn wenn ich überall xx % Rabatt bekomme, ist es ja egal bei welchem Händler ich kaufe.
Der Händler hat dadurch nur Kosten. Die entfallenen Einnahmen + Provi für Facebook – vor allem auf Grund der Verbreitung von Facebook, dürfte das in absehbarer Zeit nicht wenig sein. Deswegen finde ich auch das Konzept Groupon fragwürdig. Die Frage muss doch lauten, möchte ich überhaupt Kunden haben, die nur bei mir einkaufen weil ich 50 % Rabatt oder mehr gebe und damit Verlust mache? Werden daraus Stammkunden? Das wohl eher nur bei außergewöhnlichen Angeboten auf die man erst aufmerksam machen muss. Klar, zur kurzfristigen Auslastung von Kapazitäten wäre das eine gute Möglichkeit und evtl kann man auch damit rechnen, dass nicht jeder Goupon eingelöst wird – Zahlen dazu kenne ich aber nicht.
7. Februar 2011
Die Erfahrungen lesen sich sehr positiv. Bei den Kollegen von facebookmarketing.de klang es teilweise so, dass man als “Nerd” ausgelacht wurde, wenn man ein Angebot wahrnehmen möchte.
@Konrad:
Sonderangebote sind ja ansich nicht neu. Das große Nutella für 1,99 Euro rechnet sich wohl auch nur, weil man noch einen Kasten Bier zusätzlich kauft.
Im Gegensatz zu Nutella bekommen es bei Facebook Deals gerne mal 100 Menschen mit, wenn ich irgendwo einchecke und ein Angebot wahrnehme. Ob diese Art der Empfehlung diese Personen wiederzum zu Neukunden macht, muss sich zeigen.
Schließlich ist Deals für mich nur logisch. Für Places alleine sehe ich kaum eine Daseinsberechtigung, denn nur die wenigsten finden es fancy, sich ohne Incentivierung irgendwo einzuchecken.
8. Februar 2011
Naja, Groupon halte ich vom Konzept her nicht gerade für fragwürdig…denn es funktioniert einfach. Ich selber kann mir nicht vorstellen, dass in Zukunft nahezu jeder Händler bei Facebook Deals anbietet. Dies ist eine Marketingmaßnahme auf die nicht jeder aufspringen wird, zudem hoffe ich aber auch, und da stimme ich meinem Vorredner zu, dass Facebook die Deals weiterhin begrenzt hält und die Exklusivität dann für alles Seiten von Vorteil sein wird.
8. Februar 2011
[...] erster Test in Deutschland mit H&M Angeboten wurde von den Testern sehr gelobt. YouTube-Video/* [...]
8. Februar 2011
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