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5 Merkmale, an denen man altmodisches Webdesign erkennt

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Das Thema Webdesign ist so alt wie das Web selbst. Manche denken auch noch mit Grauen (manchmal aber auch mit Wehmut) an Websites zurück, wie man sie vor 15 Jahren online bewundern konnte. “Kickibunti” und andere mehr oder weniger charmante Bezeichnungen sind Stellvertreter für das, was das Webdesign damals ausmachte: Schrill, bunt und oft auch animiert. Da es solche Websites hier und da auch heute noch gibt, wollen wir und heute in unserer “5er-Serie” damit beschäftigen und aufzählen, was heute beim Webdesign getrost als altmodisch bezeichnet werden kann…

1. Nervende Introseiten

Flash ist bei vielen Webdesignern auch heute noch hoch im Kurs. Der geneigte Suchmaschinenoptimierer weiß, dass Flash einfach nur doof, im besten Falle aber lästig ist (nicht nur für SEOs). Dennoch gibt es auch heute noch zahlreiche Betreiber von Websites, die aufwendige Introseiten haben wollen (sei es nun mit Flash oder nicht). Fakt ist: Die erste Seite eines Internetangebots sollte gleich mit den zentralen Informationen der Website präsent sein und nicht erst eine Lasershow abspielen. Sieht vielleicht schön aus, bringt aber den meisten Leuten nichts, weil die Masse der Netzuser das Web als Fundgrube für Informationen betrachtet und einfach nicht auf Intros steht (unter anderem weil sie Zeitverschwender sind). Auch möchte der User nicht bevormundet werden, gleichzeitig aber so wenige Entscheidungen wie möglich treffen müssen. Sollte es sich also um eine mehrsprachige Internetseite handeln, dann muss der User anhand seiner Browsersprache zur entsprechenden Startseite automatisch weitergeleitet werden. Auch automatische Musik auf der Introseite (und generell der gesamten Website) ist mit Vorsicht zu genießen und sollte nur in Einzelfällen verwendet werden.

2. Hauptnavigation an der falschen Stelle

Die Hauptnavigation gehört heutzutage nach oben, in manchen Fällen vielleicht noch auf die linke Seite einer Website. Das hat sich in den letzten Jahren einfach so eingebürgert und sieht zudem auch gut und übersichtlich aus. Subnavigation im unteren Bereich kann nicht schaden, ist aber für die Hauptpunkte kein Muss – diese gehören eindeutig nach oben, in den sofort sichtbaren Bereich. Auch hier gilt, dass der User einer Website möglichst schnell, leicht und deutlich alle wichtigen Infos erfassen kann. Schlechtes Navigationsdesign geht übrigens doppelt nach hinten los: Der Nutzer mag das Design im Zweifel nicht und findet auch keine Infos. Als Besucher dürfte er damit permanent verloren sein und sicher nicht wiederkommen.

3. Animationen mit Symbolen oder Bildern

Auch so ein Relikt aus den Anfangszeiten des Internets, das sich bis heute hartnäckig hält und vor allem bei vielen privaten Websites nach wie vor beliebt ist. Fakt ist: Animationen nerven. Der User ist (wenn überhaupt) höchstens noch bereit, Animationen auf Werbebanners zu ertragen (sofern er die Werbung nicht ohnehin blockt). Alle anderen Elemente sollte statisch sein und sich auf keinen Fall bewegen. Das gilt natürlich nicht für Videos! Hier ist die Bewegung logischerweise eines der Alleinstellungsmerkmale. Dass Video sich im Netz überhaupt durchgesetzt hat, zeigt, dass der Nutzer bereit ist, bewegte Bilder zu akzeptieren. Aber auch das eben nur dort, wo er es als nützlich erachtet. An Stellen, wo es sich einfach nur um des Bewegens Willen bewegen soll, sollte man davon die Finger lassen.

4. Knallige Farben

Vor allem bei Twitter, Facebook und Co. werden regelmäßig teilweise sehr fiese Beispiele für schlechtes Webdesign gepostet. Die hier entdeckten Seiten werden dann teilweise tagelang zerlegt und sind dem Spott der Netzgemeinde ausgeliefert. Bringt vielleicht ein bisschen Traffic, ist aber nicht nachhaltig und vor allem nicht gut für die Website – letztendlich! Die Rede ist von zu knalligen Farben. Auch das “Neon Web” ist ein Fossil aus alten Zeiten, das aber auch heute noch Liebhaber und Fans hat. Wenn eine Website, die ausschließlich aus neonartigen Farben besteht und den Monitor in eine geräuschlose Disco verwandeln will online gestellt wird, dann bitte doch nur zu Zwecken der Belustigung (oder man ist Betreiber einer Disco oder Hersteller von Neonfarben oder -licht). Ansonsten ist man besser damit beraten, dieses sehr altmodische Element in Zeiten modernen Webdesign zu ersetzen oder gleich wegzulassen. Niemand steht auf “Augenkrebs” – und ja: Dieses Wort wird in Nutzerkreisen immer genau dann benutzt, wenn man auf eine solche Seite trifft.

5. Pop Up Fenster

Zum Abschluss das gute alte Pop Up Fenster. Auch hier verhält es sich ähnlich wie mit der Animation. Der User ist von Pop Up Fenstern genervt und akzeptiert sie höchstens noch im Zusammenhang mit Werbung. In Zeiten AJAX gibt es zudem weitaus elegantere Lösungen, zusätzliche Seiteninhalte so zu platzieren, dass sie ohne Pop Up Fenster auskommen und sich dennoch über andere Inhalte legen. Viele soziale Netzwerke und auch andere Seiten arbeiten mit diesen Arten neuer Pop Up “Fenster” – und es stört dort nicht wirklich. Beim herkömmlichen Webdesign sollte man darauf allerdings verzichten. Bei ganz normalen Fenstern ist das übrigens nicht anders: Wenn ein Besucher eine Website verlassen will (und das will er meistens, wenn er auf einen externen Link klickt, der aus dem aktuellen Angebot herausführt), dann sollte sich die neue Seite nicht in einem neuen Fenster öffnen (sofern man das beeinflussen kann).

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Tags » , , , | Kategorie Webdesign

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1 Kommentar zu "5 Merkmale, an denen man altmodisches Webdesign erkennt"

7. September 2010

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