29. August 2008, veröffentlicht in Webdesign | Trackback | RSS
Beim Ex-Konzern von Bill Gates macht man sich auch nach dem Ausscheiden des Gründers weiter Gedanken über das Internet. Das ist an sich gut, will man doch irgendwie versuchen, noch mal Anschluss an die Konkurrenz zu bekommen. In einem solchen Zusammenhang ist die Veröffentlichung einer neuer Browser-Version immer gut. Die Rede ist vom Internet Explorer 8 - den kann man jetzt in einer neuen Beta-Version im Netz runterladen und, wenn man das denn will, auch kräftig nutzen.
Microsoft rühmt sich bei der neuen Version seinen Browsers mit der Tatsache, dass man neue Features hat, die es bei der Konkurrenz nicht gibt. So zum Beispiel die “WebSlices“, ein komplett individualisierbarer Nachrichtendienst innerhalb des Browsers. Sieht klasse aus, ist aber eine Mogelpackung, denn im Endeffekt bietet der Internet Explorer 8 einfach nur die optisch mächtig aufgepumpte Version eines RSS-Readers. Das ist wirklich nichts Neues.
Garantiert neu ist in der Tat die totale Privatisierung des Browers. Auf Wunsch kann man im Internet Explorer 8 nämlich so gut wie alles blocken, was reinkommt (hier wird sich der werbegenervte Anwender sicher freuen). Probleme gibt es in diesem Zusammenhang allerdings schon mit der Werbeindustrie. Dort läuft man Sturm gegen die Möglichkeit, externe Adserver komplett zu blocken. Vor allem viele kleine Websites, so die Argumentation, seien damit in ihrer Existenz bedroht.
Der Internet Explorer 8 hat aber auch eine Funktion, die vor allem User ansprechen wird, die etwas zu verbergen haben. So kann man zum Beispiel dank der neuen Version ungehemmt auf einschlägigen Seiten seine voyeuristischen Neigungen befriedigen, und (zumindest) in den eigenen vier Wänden bekommt niemand etwas davon mit. “InPrivate Browsing” heißt das Ganze und soll die Privatsphäre des Anwenders schützen, sofern diese Funktion denn aktiviert ist. Vor allem Menschen mit Vorlieben für Porno-Seiten könnten hier einen eindeutigen Nutzungsvorteil sehen, um sich beim Partner nicht unnötig rechtfertigen zu müssen.
Was den Internet Explorer 8 allerdings so “charmant” macht, ist eine Renderfunktion, die es ermöglicht, Websites korrekt anzuschauen, die den Internet Explorer 7 unterstützen. Hintergrund dieser Aktion ist, dass Microsoft sich jahrelang nicht um Standards gekümmert hat. So wurde noch bei der Vorgängerversion versucht, eigene Richtlinien in Sachen CSS und (X)HTML durchzusetzen. Damit ist jetzt Schluss. Um den “alten Schrott” im neuen Browser korrekt darstellen zu können, (weil die 8er Version im Gegenteil zur 7er Version auf die Standards achtet) gibt es innerhalb des Browsers eine Emulation, die für ordentliche Ansichten sorgt.
Tags: beta, explorer, internet
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Nun habe ich mich grade überzeugen/reden lassen, von IE7 auf Firefox zu wechseln, weil der doch sooooo viel besser ist - und fange grade an mich daran zu gewöhnen….
Da wechsel ich jetzt doch nicht schon wieder nur weil Bill was Neues bringt…
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