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Sueddeutsche.de-Chef neidisch wegen SEO

17. Juni 2008, veröffentlicht in SEO | Trackback | RSS

Meinungen wie die des Chefs der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung sollten eigentlich kein so gutes Forum wie beim angesehenen Horizont-Magazin bekommen. In einem Online-Teaser für die letzten Donnerstag veröffentlichte Print-Version zeigt sich Hans-Jürgen Jakobs erstaunt über den Erfolg von Welt.de, die in den letzten Monaten einen enormen Wachstumssprung gemacht hat.

Jakobs’ Meinung über die SEO-Aktivitäten bei Welt.de lassen im Endeffekt allerdings nur einen Schluss zu - in der Branche scheint der blanke Neid zu herrschen, wenn es um das Thema “suchmaschinenoptimierte redaktionelle Inhalte” geht. Und der Ansatz des Sueddeutsche.de-Chefs ist dann auch nicht etwa, selbst gute SEO-Strategien zu entwickeln (zu lassen) - im Gegenteil: Jakobs fordert interne “Konventionen” innerhalb der Branche, damit “alle Tricks, gegebenenfalls auch Manipulationen, öffentlich gemacht werden”. So soll vermieden werden, dass “exzessives SEO” zu “journalistischen Wettbewerbsverzerrungen” führt.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine Online-Publikation macht gute Arbeit und zieht an anderen vorbei. Reaktion: es wird sofort negatives Verhalten unterstellt (”exzessives SEO”, “Manipulationen”, “Tricks”). Wie kann man in Sachen SEO nur ein Wort wie “Wettbewerbsverzerrung” in den Mund nehmen? Sofern bei Welt.de Black Hat SEO betrieben wird, dann kommt die Google-Quittung ganz von selbst. Das Beispiel BMW von 2006 hat deutlich gezeigt, dass Google auch große Namen aus dem Index schmeißt, wenn es sein muss.

Interessant ist auch die Tatsache, dass sich jemand zu einem Thema zu Wort meldet, der von der Materie offensichtlich so gut wie überhaupt keine Ahnung hat. Sonst würde in dem Artikel kein Wort über die Veröffentlichung von Tricks und Manipulationen verloren werden, denn: wer sich mit SEO auskennt, der weiß, dass ein Großteil verbotener Dinge in den Richtlinien für Webmaster bei Google direkt eingesehen werden kann. Insofern existiert die “gewünschte Liste” bereits und sollte einfach nur aufmerksam studiert werden.

Die Meinung des Sueddeutsche.de-Chefs hat aber auch eine gute Seite. Von ihr kann man ableiten, dass in der Branche offensichtlich noch viel Handlungsbedarf in Sachen SEO herrscht, angefangen bei den Basics bis hin zur kompletten Betreuung, wenn es um Optimierung und Ausbau der Infrastrukturen geht.

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