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Kehrt Google Deutschland den Rücken?

7. Dezember 2009, veröffentlicht in News | Trackback | RSS

Für die einen der Tag der Befreiung, für die anderen zweifellos das jüngste Gericht. Natürlich ist die Frage als Titel plakatierend, aber… sieht man sich die aktuellen Ereignisse an, dann kann man sich schon fragen, ob der Suchmaschinenprimus mit Hauptsitz in den USA nicht bald die Nase voll von Deutschland - und hier in erster Linie den Datenschützern - hat.

Die Kollegen von seo-united.de haben sich heute auch wieder zu der Thematik geäußert. Netterweise machen Gretus & Co. darauf aufmerksam, dass man wie so oft Onlinebusiness zunächst das “Gehirn einschalten” sollte, bevor man etwas zu einem Thema sagt (oder schreibt). Dieser Seitenhieb geht in Richtung Datenschützer - und solcher, die gern sofort derartige Themen aufnehmen, um ein bisschen Panikmache voranzutreiben.

Interessant ist es schon, wie die reale Welt nach über einem Jahrzehnt dann doch ganz langsam im Internet ankommt. Zahlreiche Abmahnungen der letzten Monate zeigen allerdings, das spezielle Berufsgruppen aber noch nicht wirklich wissen, worum es im Internet eigentlich überhaupt geht. Deutsche Datenschützer und solche, die realitätsfremden Meinungen blind folgen (wie das bei den Kollegen angeprangert wird) sollten sich an folgenden Satz halten: “Erst denken, dann reden.”

Seien wir ehrlich: sollte zum Beispiel Google Analytics tatsächlich in irgendeiner Form für “illegal” in Deutschland erklärt werden, dann wird man bei Google auf jeden Fall nachbessern. Insofern wird der Suchmaschinenriese aus den USA “good ol’ Germany” mit Sicherheit nicht den Rücken kehren. Ein bisschen ärgern, ja. Aber man ist schon mit ernsteren Problemen fertig geworden (deswegen sind sie heute ja auch das, was sie sind, liebe Vertreter der “Old Economy”).

Und sollte es wirklich Versuche geben, Websitebetreiber den Einsatz von Google Analytics unter Androhung etwaiger Strafen oder sonstiger abmahnungsähnlicher Dokumenten zu verbieten, dann wird das ein Vorgang, der so lang dauert, dass es das eigentliche Produkt am Ende gar nicht mehr gibt. Ein Paradoxon also? So kommt es einem fast vor, wenn man darüber mal nachdenkt.

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3 Kommentare

  • » Website Boosting schrieb am 07. Dezember 2009:

    Im Ausland sind wir eh nur noch die “Crazy Germans” und “the German Angst” ist ein feststehender Begriff, den man nicht übersetzen konnte. Weil diese Art “Lebensangst” der Deutschen halt keine Entsprechung in den USA hat, hat man kurzerhand das deutsche Wort “Angst” dafür genommen.

    Wenn man sich das Paper des Düsseldorfer Kreises ansieht, wird klar, warum. Aber das was man da auf den Weg bringen will, trifft nicht nur Google - das haben die meisten leider noch gar nicht erkannt. Das trifft alle, die Auswertungen fahren. Tests, Webanalytics, Trichteranalysen - viele Dinge werden dann in D unmöglich oder arg erschwert. Wieder mal ne Sonderrolle? Klar, denn Panikmache kommt hier einfach zu gut an ;-)

  • » Sensei schrieb am 07. Dezember 2009:

    Schöner Artikel ich würde es aber eher mit Dieter Nuhr halten, was die Thematik Internet und die Unterschiedlichsten Berufsgruppen angeht.

    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr***e halten, denke damit wäre schon einiges für das Weltklima getan, bei der heißen Luft, die bei denen aktuell produziert wird.

    Muss übrigens meinem Vorredner recht geben, die meisten scheinen noch nicht begriffen zu haben, dass nicht Google der Böse ist, sondern, dass es alle diese Services betrifft, ohne die wir Blogger und Webmaster aber ziemlich geliefter wären.

  • » SEO-united.de schrieb am 07. Dezember 2009:

    Hallo,

    natürlich ist unser Artikel nicht ganz ernst gemeint, wie Du schon sagst, wird Google Deutschland nicht den Rücken zukehren…

    Genau hier aber liegt aber das Problem. Verlagshäuser, Rechtanwälte usw. wissen, dass Google ihnen bei jeglichen Forderungen entgegen kommen wird, dieses nutzen sie schamlos aus. Berufsethik etc. kennen wir Deutschen nicht, wo es geht wird Profit gemacht. Sich auf Kosten anderer ins rechte Rampenlicht stellen, dass können wir am Besten ;-)

    Grüße

    Gretus

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